über nadelfilzen

Fasern miteinander zu vermengen nennt man Filzen. Filzen ist ein altes Handwerk und datiert zurück bis 6300 BC. Filzmachen ist älter als Spinnen, Weben oder Stricken, und für Jahrhunderte hat dieser nicht gewebte Stoff grundlegende menschliche Bedürfnisse erfüllt, wie Yurte (Filzzelte), Teppiche, Hüte und Schuhwerk. Wollfilz hat die Fähigkeit, gegen Hitze zu schützen, und gegen Kälte zu isolieren. Er absorbiert und hält Feuchtigkeit, und Filz kann geschnitten werden ohne auszufransen oder sich aufzulösen.

Traditionelle Filzmethoden erfordern geeignete Tierfasern wie Schafswolle oder Alpacawolle, mit Seifelösung benetzt und viel mechanische Reibung. Ursprünglich hat das natürliche Lanolin der rohen Fasern für die notwendige Schmierung gesorgt, aber heute müssen wir Seife benutzen, weil wir mit gewaschenen Fasern arbeiten. Obwohl moderne Reibung schaffende Geräte und Verfahren, wie beispielsweise Blasenfolie, Bambus-Jalousien, und Waschmaschinen jetzt benutzt werden um das Verfahren zu beschleunigen, bleiben die grundlegenden Prinzipien vom Nassfilzen ziemlich so wie die unserer Vorfahren.

Nadelfilzen

Die Filznadel wurde für die gewerbliche Nutzung erfunden; um den Filzvorgang zu erweitern und vereinfachen, sodass synthetische und pflanzliche Fasern auch verarbeitet werden können. Die erste industrielle Filzmaschine ist ungefähr 1866 hergestellt worden von der Bi-Wasser Firma in Leeds, England, aber nicht bis spät in den 1950er Jahren hat sich die Nadelfilzindustrie verbreiten können mit Firmen, die Abfallfasern verarbeitet haben. Nadelfilze haben zuerst als Isolation fuer Matrazenfedern und in der Möbelindustrie Anwendung gefunden und später auch als Autoteppiche. Die Textilindustrie benutzt zunehmend die Filznadel um gewebte und gestrickte Gewebe zu strukturieren.

In den frühen 80er Jahren haben David und Eleanor Stanwood eine gekerbte Nadel aus der Textilindustrie benutzt und in der Handarbeit eingesetzt. Sie haben es Ayala Talpai beigebraucht, und sie hat die Methode weithin bekannt gemacht. Nadelfilzen hat zunehmend an Popularität bei der Handarbeit gewonnen; bei Puppenherstellern, Bärenkünstlern, und anderen künstlerisch tätigen Menschen.

Während Nassfilzen immer noch die bevorzugte Methode ist um dichten Filz und gleichmässige Bögen herzustellen, bietet Nadelfilzen ein effektives Mittel um gefilzte Flächen zu formen und zu gestalten und um feine Details zu modellieren. Anfänglich verringert das Fixieren von Farb- oder Faserapplikationen mit der Filznadel enorm die Gefahr des Verrutschens der Entwürfe während dem Nassfilzvorgang. Viele andere Anwendungen der Filznadel sind gebräuchlich, einschliesslich Verstärkungen von Garnverbindungen, Aneinandersetzen von flachen Filzstücken anstatt Säume zu nähen, dünne Bereiche verstärken, Löcher in Filzarbeiten flicken - oder in gestrickten Socken. Wizpick Filznadeln erlauben Ihnen neue Verfahren und Ideen zu erforschen.

Filznadeleigenschaften

Filznadeln werden aus Stahl hergestellt und und haben eine Länge von entweder 7,5 oder 9cm. Der Hacken ist das Ende, dass in die Maschine eingespannt wird oder in unserem Fall das das Ende das wir festhalten; die scharfe Spitze am anderen Ende erleichtert das Eindringen. Die “Arbeitszone” (etwa ein Drittel der Nadel) ist normalerweise dreieckig im Querschnitt mit einer Serie von Widerhaken entlang einer oder mehreren der drei Kanten. Diese Widerhaken fangen und bewegen die Fasern, wenn die Nadel immer wieder in eine Fasermasse gestoßen wird. Die Zahl, der Abstand, die Tiefe und der Winkel der Widerhaken (und die Dicke der Nadel) bestimmen wie die Nadel arbeitet und so das Anwendungsgebiet. Wizpick hat ein umfassendes global anerkanntes Farbkennzeichnungssystem entwickelt, welches die Auswahl der richtigen Nadel für jede Aufgabe ermöglicht.

Anzahl der Kerben:

Die Geschwindigkeit, mit der der Filzprozess stattfindet, wird bestimmt von der Anzahl der Kerben pro Nadel; mit weniger Kerben kann man präziser arbeiten.
Sternnadeln haben eine hohe Anzahl an Kerben, sind aber entwickelt worden um mühelos dichten Filz zu durchdringen, schnell zu arbeiten und resultieren in mehr Reissfestigkeit, dh kann nicht auseinanderreissen unter Spannung/Zug

Arbeitskante:

Die meisten Filznadeln sind dreieckig geformt mit drei Arbeitskanten, ausser die Sternnadeln, eine Neuerung mit vier Kanten.
Sie werden finden, dass Nadeln mit nur einer oder zwei Arbeitskanten dichteren Filz leichter durchdringen. Eine Nadel, auf der die Kerben auf einer Kante hintereinander aufgereiht sind, wird die Fasern zuverlässig bewegen und kann auch seitwärts verwendet werden, parallel zu der Filzoberfläche.

Kerbenabstand und Kerbenform:

Nadeln, auf den die Kerben regelmässig spiralförmig auf der Arbeitsklinge angeordnet sind, haben einen gleichmässigen Effekt über eine grössere Tiefe. Um eine glatte Filzoberfläche zu erreichen sollten sich die Kerben nah bei der Spitze befinden.
Tiefe Kerben und ein grösserer Kerbenwinkel werden mehr Fasern transportieren, aber auch aggressiver sein.

Nadelstärke:

Die Nadelstärke (Durchmesser) von der Arbeitszone der Filznadeln, geeignet für Wolle, beträgt zwischen 32 (grob) und 42 (sehr fein). Im allgemeinen beginnt man das Projekt mit einer gröberen Nadel bis man den letzten Schliff mit einer feineren Nadel ausführt. Wählen Sie dickere Nadeln für gröbere Fasern und feinere Nadeln, wenn Sie mit feineren Fasern arbeiten. Wizpick bietet eine Auswahl von sechzehn verschiedenen Nadeln an. Sogar Merinowolle wird bereitwillig plastische Details ausprägen. Seide kann mit der Nadel gefilzt werden, obwohl es eine ziemliche Herausforderung darstellt, die ansprechenden Eigenschaften, besonders den Glanz der Seide, zu erhalten.

Jede Wizpick Nadel ist farbkodiert mit dem international anerkannten Wizpick colour code system (Farbkennzeichnungssystem), sodass einzelne Nadeln leicht identifiziert und jeweilige Stärken erkannt werden können.

Anfangen

Um anfangen zu können, brauchen Sie eine Handvoll oder mehr, gekardete saubere Schafswolle und einige Filznadeln. Indem Sie das Nadelende mit dem Haken zwischen Daumen und Zeigefinger halten, stechen Sie die Arbeitszone in die Wollmasse hinein, sodass die ganze Bewegung parallel zur Länge der Nadel verläuft. Sie stabilisieren die Nadel und haben mehr Kontrolle über Ihre Arbeit, wenn Sie den Mittelfinger weiter vorne gerade vor die Arbeitszone setzen. Seitlicher Druck ist die Hauptursache, warum Nadeln brechen. Die zwei wichtigsten Arbeitsmethoden sind:

  1. Stechen – bei dem die Arbeitszone der Nadel jeweils vollständig heraus gezogen wird, wenn sie in die Fasermasse gestochen wird.
  2. Wackeln – bei dem die Arbeitzone eingestochen wird und dann wiederholt auf und ab bewegt wird, bevor sie herausgezogen wird.

Die Methode des Wackelns ist energiesparend und neigt dazu, schneller zu filzen, doch hinterlässt sie sichtbare Löcher. Energisches Stechen filzt tiefgründiger und zartes Stechen ergibt weniger Einstechlöcher und eine glattere Oberfläche. Filznadeln, wo die Kerben alle nahe bei der Spitze sind, werden Oberflächenfilzer genannt; sie erzeugen eine ruhige, geschlossene Fläche bzw Haut.

Wir ermutigen Sie, die verschiedenen Nadeln auszuprobieren, um zu sehen, welche Sie in verschiedenen Situationen bevorzugen. Während die verschiedenen Nadeln für bestimmte Anwendungen und Situationen entwickelt worden sind, gibt es immer persönliche Vorlieben, wenn Sie die optimale Nadel für Ihr Anliegen aussuchen wollen. Zum Beispiel bevorzugen manche die längeren Nadeln, wenn Sie Filz verdichten und verhärten, während andere die kürzeren bevorzugen. Wizpick Filznadeln wurden sorgfältig ausgesucht, sodass sie für jede Handarbeitssituation geeignet sind und doch untereinander ausreichend verschieden sind.

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